Yangon - Inle Lake - Mandalay - Bagan - Yangon

Myanmar - was für eine Überraschung! Schon die ersten Blicke, welche wir durch das Fenster unseres Air Asia Flugzeuges erhaschen konnten, zogen uns in den Bann.

Wir wussten zu Beginn wirklich nicht was uns hier erwarten würde. Die Reiseführer und Blogs, welche wir vor der Reise gelesen hatten, hatten uns eher verunsichert als geholfen. Schlussendlich war das Reisen deutlich einfacher als gedacht, die Langstrecken Busse bequem und gut organisiert und auch der Transport vor Ort mit Grab oder lokalen Fahrern einfach zu managen. Wir haben auch gehört, dass die Burmesische Regierung mit den Japanern einen Vertrag zum Ausbau des Eisenbahnnetzes unterzeichnet hab und somit wird wohl auch das Reisen mit dem Zug in Zukunft deutlich bequemer (wir hatten uns aufgrund der Horrorstories gegen eine Zugfahrt entschieden).

Da wir in der Regenzeit unterwegs waren hatte es praktisch keine ausländischen Touristen und wir profitierten von günstigen Hotel preisen. Das Essen ist ja grundsätzlich sehr günstig und vor allem auch gut :). Geregnet hat es vor allem in Yangon und Mandalay, aber es ist eh immer heiss und daher auch wenn es Regnet kein Problem. Das einzig grüslige ist, dass man immer mit Flip Flops unterwegs ist und der ganze Dreck mit dem Regen über und um die Füsse gespült wird. Daher war die ersten Handlung im Hotel immer - Füsse waschen!

Die beiden Grossstädte Yangon und Mandalay hätten wir mit deutlich weniger Tagen abhandeln und mehr Zeit in den Bergen der Shan Region und in Bagan verbringen können. Die Städte sind riesig, schmutzig, laut und immer feucht-schimmlig😣 . In Nyaung Shwe am Inle Lake waren wir von grünen Bergen und Hügeln umgeben und dort ist das Leben noch sehr ruhig und ursprünglich. Dies hat uns extrem gut gefallen.

Grundsätzlich waren es aber die unglaublich offenen und herzlichen Menschen die uns von überall her zugewunken, angelacht, gegrüsst, interessiert gefragt haben woher wir kommen oder Fotos mit oder von uns machen wollten. Es ist im ersten Moment seltsam, wenn junge Eltern in einem Tempel Marco plötzlich ihre ca. 1-jährige Tochter in den Arm drücken und dann freudestrahlend ein Foto machen😃 (Beweisfoto unten in der Galerie). Wir hatten ähnliches auch schon in Vietnam erlebt, aber in Myanmar hat es sich dann nochmals gesteigert.

Die Krönung dieser Reise war aber, dass Nina und Robert in Mandalay zu uns stiessen und wir zwei Wochen gemeinsam verbringen konnten. Zusammen entdeckten wir die alte Königsstadt Bagan auf unseren E-Bikes und wir alle hätten gewünscht, dass wir noch einige Tage mehr in diesen Tempeln und Stupas hätten verbringen können. Es waren intensive und vor allem schweissreiche Tage und wir haben unsere gemeinsame Zeit sehr genossen. Leider ist sie wieder viel zu schnell vergangen…

Nina hat uns ja bereits vor einem Jahr (!!) in Mexiko besucht und ich bin unglaublich dankbar, dass meine liebe Schwester auch dieses Jahr so weit geflogen ist um ihre kleine Schwester am Geburtstag in die Arme zu nehmen. Okay, vielleicht nicht nur deswegen, aber wenn man weiss, dass sie heisses Wetter und fliegen nicht so toll findet, dann ist es einfach nur MEGA, dass sie bereits zum zweiten Mal in genau ein solches Klima geflogen ist um uns zu sehen. Und als Krönung obendrauf haben wir so auch Robert nach eineinhalb Jahren zum ersten Mal wieder drücken können :). Vielen Dank euch beiden 😘❤

Am 19. September flogen wir alle gemeinsam zurück nach Bangkok und feierten dort meinen Geburtstag, bevor Nina und Robert am 20.9. zurück in die Schweiz und wir mit dem Nachtzug weiter nach Surat Thani und Koh Phangan gereist sind.