Über Tempel, Tuk Tuks, Züge und spazieren gehen mit Elefanten

Insgesamt verbrachten wir 5 Tage in Bangkok und dies war mehr als genug um alle wichtigen Tempel Anlagen und Sehenswürdigkeiten zu sehen. Wir liessen uns auch mit einem der ominösen Tuk Tuk’s für eine Stadttour herumfahren und können bestätigen, dass dies eine Touristenmasche ist. Man wird zu teuren Restaurants (dreifache Preise im Vergleich zu lokalen Restaurants eine Ecke weiter) gefahren und der Fahrer bringt einem zu Geschäften von welchen er eine Kommission kassiert. Zwar fuhr er uns für TBH 150.- sicher vier Stunden durch die Stadt und wir konnten auch zwei Sehenswürdigkeiten besichtigen, welche wir sonst vermutlich ausgelassen hätten, aber wir hätten es aufgrund des teuren Mittagessens und der unangenehmen Situation in einem Geschäft für Massschneiderei (wo wir halt schlichtweg keinen mass geschneiderten Armani Anzug oder Kleid kaufen wollten) absolut nicht wert. Der Fahrer wollt dann noch als Gefallen zwei weitere Stopps bei ähnlichen Geschäften einfordern und auf unsere Ablehnung schnitt er dann für den Rest der Fahrt eine Schnute und schaute drein wie ein geschlagener Hund. Es war es also absolut nicht wert und wir würden so etwas nie mehr machen.

Dafür war unser Guesthouse in mitten eines Wohnviertels ein echtes Fundstück und wir wurden dort nach Strich und Faden verwöhnt. Jeden Morgen gab es etwas anderes zum Frühstück (alles frisch zubereitet) und zum Abschied gab es sogar noch ein kleines Gschänkli. Wir freuen uns schon darauf im September nochmals am gleichen Ort zu übernachten 😊. Auch vom Essensangebot waren wir positiv überrascht und wir konnten am Ratchada Train Market wirklich scharfes Thai Essen geniessen und uns bei einer Massage im Spa um die Ecke von zwei forschen Damen durchkneten und Thaimassagenmässig verrenken lassen. Es war herrlich!

Von Bangkok ging es mit dem Nachtzug weiter nach Chiang Mai. Die Stadt liegt im Norden Thailands und war wesentlich ruhiger als wir dachten. Sie hatte mit den schönen Tempeln und den Elefanten Sanctuaries einiges zu bieten und sogar eine richtig gute Jazz Bar.

Vor allem der Ausflug zum Sunshine for Elefants Park (https://www.elephantnaturepark.org/enp/)war für mich ein absolutes Highlight! Elefanten sind ja seit Kindesbeinen meine absoluten Lieblingstiere und einen ganzen Tag mit drei dieser wundervollen Tiere verbringen zu dürfen war einfach nur fantastisch und die Erfüllung eines weiteren Traumes. Eigentlich wollten wir den Elefant Nature Park besuchen, da man dort dafür sorgt, dass die Tiere ohne grosse Störungen durch Menschen (und vor allem ohne geritten zu werden oder irgendwelche Tricks vorführen zu müssen) leben können (derzeit leben 80 Elefanten und über 300 Hunde auf dem riesigen Gelände), aber die Tours waren alle ausgebucht und wir besuchten daher ein Projekt, welches von Elefant Nature Park unterstützt wird. Die Elefanten wurden alle von Besitzern abgekauft welche entweder nicht mehr für die Elefanten sorgen konnten oder sie schlecht behandelten. Natürlich wäre es besser, wenn die Tiere ganz ohne Touristen leben könnten, aber so ein Elefant kostet im Unterhalt doch einiges und daher wird das Geld der Besucher für den Unterhalt benötigt. Das Beste wäre vermutlich einfach eine Spende an ein Projekt zu machen oder die Tiere nur aus der Ferne zu beobachten.

Bei unserem Besuch durften wir die Elefanten füttern, mit ihnen durch den Dschungel spazieren und danach im Fluss mit ihnen baden. Die Tiere waren zutraulich und schienen ihren menschlichen Begleitern zugetan. Einige in unserer Gruppe fürchteten sich ein wenig vor den grauen Riesen, aber Marco und ich fühlten uns sehr wohl und hatten zu keinem Zeitpunkt Angst. Respekt ist bei einem Tier welches mehrere Tonnen wiegt logischerweise angebracht. Sie wurden nicht gedrängt etwas zu tun, ausser dass sich die eine Elefantendame im Fluss hinlegen sollte, was sie wohl sonst eher nicht gemacht hätte, und konnten sich frei bewegen. Uns hat der Ausflug sehr gefallen und wir können die Projekte von Elephant Nature Park für einen Besuch auf jeden Fall empfehlen.

Von Chiang Mai aus führte uns unsere Reise weiter Richtung Norden nach Chiang Rai. Drei Stunden mit dem Bus und man befindet sich im sog. goldenen Dreieck wo Laos, Myanmar und Thailand aneinander grenzen. Die Gegend ist vor allem für den Anbau von Opium bekannt und viele Touristen nutzen Chiang Rai für die Weiterreise nach Laos. Wir wollten hier vor Allem den weissen Tempel besichtigen und wurden nicht enttäuscht (obwohl mich auf dem Weg zum Tempel eine Biene oder ähnliches in die Hand gestochen hat). De Tempel hat uns sehr beeindruckt und war die Reise in den Norden auf jeden Fall wert.

Für uns ging es danach wieder zurück nach Chiang Mai und dann weitere drei Stunden mit dem Minibus weiter nach Pai. Wir hatten online die übelsten Berichte über die kurvenreiche Fahrt in den Minibussen gelesen und waren von der sanften fahrweise unseres Fahrers und den überhaupt nicht üblen Kurven angenehm überrascht. Wer in der Schweiz oder in Neuseeland Auto gefahren ist, der übersteht diese Fahrt also bestens. Pai ist ein kleines Dörfchen in den Bergen und es scheinen hier vor allem Künstler und Aussteiger zu leben. Die Energie des Ortes, das Angebot und die deutlich bessere Luft gefallen uns sehr und auch wenn es oft regnet (es ist halt nun Mal Monsoon Zeit) fühlen wir uns hier sehr wohl.

Als Nächstes werden wir am kommenden Freitag via Chiang Mai nach Sukhothai (der alten Königsstadt) reisen, wo wir die letzten Tage unseres ersten Aufenthalts in Thailand verbringen. Am 29ten geht es zurück nach Bangkok und am 30. Juli fliegen wir dann weiter nach Hanoi, wo unser Abenteuer Vietnam startet.