Ecuador

Am 3. Juli überquerten wir in einem Bus von Cruz del Sur die peruanisch/ecuadorianische Grenze. Wir verbrachten drei Nächte in Guayaquil und besuchten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der grössten ecuadorianischen Stadt. Das touristische Zentrum ist tagsüber und Abends eigentlich sicher. Wenn man essenstechnisch etwas anderes als Fast Food zu sich nehmen möchte, dann muss man sich in ein Taxi setzen und sich zu einem Restaurant etwas ausserhalb des Zentrums fahren lassen.

Da das Bus System in Ecuador nicht so gut organisiert ist und funktioniert wie in Peru, Argentinien oder Chile haben wir uns für unsere Weiterreise nach Olón für einen privaten Transport entschieden. Am 6. Juli fuhren wir mit einem normalen Personenwagen in Richtung Küste und erreichten unser Ziel bereits nach 3 Stunden. Leider regnete es bei unserer Ankunft und somit zeigte sich das gemütliche Küstenstädtchen nicht von seiner besten Seite. Unser Hostel (Mariposa) wurde von einem italienischen Paar geführt und war zentral gelegen und sauber. 

Wir verbrachten drei gemütliche Tage in Olón und genossen den Strand (ja auch bei Bewölkung und Regen), leckeres Essen (super Paella und Pizza) und die netten Leute, welche wir während unserem Aufenthalt kennengelernt haben. 

Am 9. Juli setzten wir uns mit Sack und Pack in einen lokalen Bus und fuhren ins kleine Dorf Rio Chico (ca. 30 Minuten entfernt), wo uns bereits Alicia erwartete. Die Sonne schien an diesem Montag prächtig vom Himmel und wir konnten die Quinta Oasis von ihrer besten Seite kennen lernen. Die Familie besteht aus Alicia, Napo, Chief, Bella, Sophie und Lula. Die letzteren vier sind die Hunde des Paares, welche wir sofort ins Herz schliessen.

Wir bleiben 5 Wochen hier und helfen bei der Bewirtschaftung des Grundstücks, putzen die Casitas, die Terrassen und natürlich unser Zimmer und helfen bei allem was anfällt. Unter der Woche arbeiten wir jeweils 3 Stunden pro Tag, jedoch ist das System des "Convivencia" (Zusammenleben) dafür prädestiniert, dass wir immer etwas zu tun haben und wir schon bald alle zusammen Abendessen kochen oder gegenseitig einkaufen, wenn wir im nächsten grösseren Ort Puerto Lopez sind. Zudem haben wir in der ersten Woche begonnen das Essen für die Hunde zu kochen, was immer viel Zeit in Anspruch genommen hat. 

Für uns sind diese fünf Wochen wie im Flug vergangen und wir haben viel erleben dürfen. Von Whale Watching über die vielen lokalen Fahrten mit den Bussen nach und von Puerto Lopez und die schönen Abende mit Alicia, Napo und den Hunden. Wir sind von Herzen dankbar für diese Zeit und würden es sofort wiederholen.