El Chalten

Unser Bus geht am 28. Februar um 7:30 und fährt mit 15 Minuten Verspätung ab. Der Fahrer ist sehr unfreundlich und bellt seine Passagiere an. Jänu.

Nach 3 Stunden fahr erreichen wir das Nest El Chalten. Für dass das es ein Wander Mekka ist gibt es hier nicht viel.

Wir checken im Hostel ein (Lo de Guille) und machen eine erste Wanderung zum Mirador Cerro Torre. Auf dem Weg treffen wir Susan und freuen uns sehr, dass wir so die Kontaktdaten austauschen können. Dies hatten wir nämlich in Puerto Natales versäumt.

Wir setzten uns eine Weile vor den von Wolken verhüllten Cerro Torre und lassen die Natur auf uns wirken. Natürlich überziehen auch hier diverse Gletscher die Berge und es ist ein wunderschönes Schauspiel. Der Abstieg ist einfach und unten begrüsst uns der heftige Patagonien Wind. Wir gehen einkaufen, kochen zu Abend und gehen relativ früh zu Bett.

Am Sonntag (3.3.) hat es bis kurz vor 12 Uhr geregnet. Gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Wasserfall (Mirador Chorrillo del Salto). Es ist eine einfache Wanderung die eigentlich nur geradeaus geht. Der Wasserfall ist hübsch und Marco kann einige tolle Fotos machen. Daher dauert unser Rückweg deutlich länger als eine Stunde. Danach gönnen wir uns in der lokalen Brauerei ein Bier, gehen einkaufen, bestaunen den Fitz Roy der sich aus den Wolken befreit hat und machen uns dann auf den Heimweg.

Am Sonntag (4.3.) machen wir unsere erste Tageswanderung zur Laguna de los Tres und somit zum Fusse des Fitz Roy. Das Wetter ist gut, etwas windig aber trocken. Der Aufstieg ist wunderschön und führt durch den Wald. Es fühlt sich an wie ein Zauberwald und wir sind beide begeistert von der Schönheit der Natur. Es fällt uns auf, dass viele Bäume krank sind (schaut aus wie Borkenkäfer) oder durch ein Feuer verbrannt sind. Es gibt dem Wald allerdings etwas Mystisches das uns gut gefällt. Der letzte Kilometer geht über 400 Höhenmeter und hat es in sich. Dennoch kommen wir schneller oben an als gedacht. Wir brauchen für die gesamte Strecke nur 3,5 anstatt 4 Stunden ‘juhu’. Oben angekommen windet es dann heftig und wir müssen uns mit dem ganzen Gewicht gegen den Wind stemmen. Es beginnt Graupel zu regnen und der trifft unsere Gesichter mit ca. 40 km/h ‘autsch’. Nach einem kurzen Lunch im Schutze eines Felsen machen wir uns an den Abstieg.

Es sind sehr viele Leute auf dem Weg nach unten und nicht alle wissen, wie man sich in den Bergen zu benehmen hat. Es wird gedrängelt, über geschützte Pfade gerannt und richtig rücksichtslos agiert. Wir regen uns furchtbar über diese Idioten auf.

Auf dem Weg nach unten schauen wir immer wieder zurück und die Bergkette wird langsam von den Wolken befreit und wir kriegen freie Sicht auf den Fitz Roy. Majestätisch dieser Berg und wunderschön. Wir schiessen viele Fotos und sind für die Strapazen mehr als entschädigt worden. Insgesamt waren wir 8 Stunden unterwegs und sind dann doch ordentlich müde als wir im Hostel ankommen.