Mendoza

Die ersten zwei Monate unserer Reise sind bereits um. Verrückt wie die Zeit vergeht… Heute (17.3.) packen wir unsere Sachen und nehmen den Bus in Richtung Mendoza. Am Bus Terminal pinkelt ein Hund zum Abschied noch an Marcos Rucksack und wir sind damit definitiv bereit für die Weiterreise.

Wir fahren mit Andesmar und erwischen leider einen ziemlich alten Bus. Um es uns noch etwas unter die Nase zu reiben steht neben unserem alten Bus ein brandneuer von Andesmar Chile der in Richtung Santiago fährt ‘grummel’. Die Reise verläuft dennoch angenehm und ausser einem sehr laut schnarchenden Passagier ab Reisehälfte ist alles okay. Mit Hilfe einer Schlaftablette kann ich dann auch einige Stunden schlafen.

Wir kommen am Freitag, 18. März gegen 9 Uhr in Mendoza an und sind als erstes überfordert, weil die Stadt deutlich grösser ist als wir erwartet hätten. Mit dem Taxi fahren wir ins Zentrum, da wir bis 13 Uhr nicht in unsere Airbnb Wohnung einchecken können. Unser Host ist etwas seltsam und kommuniziert nicht wirklich mit uns. Auf Nachrichten über Airbnb reagierte er gar nicht und auf Nachrichten via Whatsapp sporadisch. Der Taxifahrer, welcher uns zur Wohnung bringt, massregelt uns, weil wir ihm nicht gleich sagen konnten in welchem Stadtteil die Wohnung liegt (dumm wie wir sind haben wir angenommen, dass er das nach Nennung der Strasse und Hausnummer selber weiss…) und nicht genau verstanden haben, was die Fahrt kostet.

Der Host holt uns an der Tür ab und bringt auch da nicht wirklich viele Worte raus. Er hat auch keine touristischen Informationen oder zumindest eine Stadtkarte bereit… Die Wohnung ist gross und hell, aber das Bett ist furchtbar weich und wir sind zuerst einmal ziemlich ernüchtert und etwas enttäuscht, da wir uns so auf die Wohnung gefreut haben.

Wir machen uns auf zum Supermarkt, kochen uns etwas zu Abend und gehen dann zu Fuss auf eine kleine Entdeckungstour und zur Touristeninformation um uns die Informationen zur Stadt und der Region zu beschaffen.

Als wir zu Hause ankommen erwarten uns Kakerlaken im Badezimmer (keine allzu grossen aber trotzdem). Immerhin gibt es Insektenspray und wir vergiften uns halb selbst, da ich etwas übereifrig viel Spray benutze. Die Zahnbürsten können wir gleich wegwerfen, da ich vergessen habe diese vor der Giftattacke aus dem Badezimmer zu nehmen.

Nach einem Drink auf unserer wirklich schönen Terrasse legen wir uns im Geruch des Insektengiftes und mit Moskitos die uns um die Ohren fliegen Schlafen. Willkommen in Mendoza!

Nach einer unruhigen Nacht im weichen Bett genehmigen wir uns ein gutes Frühstück mit Porrige, frischen Früchten und Vollkornbrötchen. Wir wollen durch den Park San Martin zum Cerro de la Gloria laufen. Was auf der Stadtkarte wie eine grosse Grünfläche aussieht ist in Wahrheit eine ziemliche Baustelle mit vielen Strassen und definitiv nicht auf Fussgänger ausgerichtet. Enttäuscht lassen wir den Cerro links liegen und gehen zurück in die Stadt. Es ist wie ausgestorben und wir versuchen es noch mit einer anderen «Sehenswürdigkeit», welche uns aber genauso enttäuscht.

Zu Hause angekommen buchen wir zwei Weintouren für Montag und Dienstag, denn wir haben begriffen, dass die Weingüter wirklich das einzige sind was sich in Mendoza lohnt. Sollten wir ein weiteres Mal herkommen, dann würden wir am Flughafen direkt ein Mietauto nehmen und auf die Weingüter fahren. Dort kann man nämlich auch übernachten und die Landschaft muss faszinierend sein.