Los Antiguos und Bariloche

Nachdem wir am 6. MĂ€rz aufgrund des Wetters an das Dorf und das Hostel gebunden waren, sind wir heute froh, dass das Wetter gut ist und uns lediglich der Wind etwas nervt (zumindest mich 😉). Am Abend (21:50) fahren wir weiter nach Los Antiguos und daher mĂŒssen wir alles packen und im Hostel einstellen. Um 10 Uhr sind wir auf dem Weg in Richtung Pliege Tumbado. Wenn wir GlĂŒck haben, dann können wir von dort aus doch noch einen Blick auf den Cerro Torre erhaschen. Der Weg geht stetig bergauf und fĂŒhrt uns durch einen weiteren sehr schönen Wald. Der Wind blĂ€st uns ordentlich um die Ohren und wir brauchen ordentlich Kraft, nachdem wir die Baumgrenze erreicht und den finalen Anstieg angehen. Wie immer lohnt sich die Anstrengung und wir werden nicht nur mit dem Anblick des Cerro Torre belohnt, sondern auch mit einem atemberaubenden Panorama. Wir verweilen ca. 1 Stunde auf dem Aussichtspunkt und machen uns dann an den Abstieg. Im Hostel ziehen wir uns um, gehen auswĂ€rts etwas essen und machen uns dann auf den Weg zur Busstation.

Wir laden unsere RucksĂ€cke ein und beziehen unsere PlĂ€tze. Es ist nicht ganz so komfortabel wie wir es uns vorgestellt haben. Ich sitze am Fenster und die Heizung blĂ€st heisse Luft hoch zu mir, was nicht wirklich angenehm ist. Nach einigem hin- und her und ca. 5 Stunden fahrt nicke ich dann doch irgendwann ein. Mit einer Stunde VerspĂ€tung kommen wir nach 10 Stunden Busfahrt und einem Pick-up unterwegs im Nest Los Antiguos an, wo wir eine Nacht verbringen und morgen mit dem nĂ€chsten Bus nach San Carlos de Bariloche weiterfahren. Mit unseren schweren RucksĂ€cken beladen machen wir uns auf die Suche nach dem Hostel. Leider in der falschen Richtung
 Ein netter Rezeptionist eines anderen Hotels hilft uns und bestellt ein Taxi fĂŒr uns, denn unser Hostel ist genau am anderen Ende der Stadt und das wĂ€ren immerhin 3 Kilometer zu Fuss â€˜Ă€chz’.

Im Pesca Aike angekommen werden wir sehr freundlich aufgenommen (wir sind soweit wir sehen die einzigen GĂ€ste) und beziehen unser Zimmer mit geteiltem Bad.

Morgen geht es dann um ca. 8:30 weiter in Richtung Bariloche.

Freitag, 9. MĂ€rz bis Mittwoch 14. MĂ€rz 2018 
Wir waren am Morgen der Weiterreise pĂŒnktlich am Bus Terminal. Es war ziemlich kalt und man merkt, dass sich der Patagonische Sommer dem Ende zu neigt. Der Bus kam mit ĂŒber einer Stunde VerspĂ€tung an, denn es gab in der Nacht einen Schneesturm auf der Strecke von El ChaltĂ©n nach Los Antiguos und der Bus konnte dementsprechend nur langsam fahren. Wir beziehen unsere Cama PlĂ€tze und lernen unsere Mitreisenden kennen. Pablo ist 78 und geborener Kubaner. Er lebt aber seit Ewigkeiten in Wyoming und ist die gute Seele im Bus. Er leiht dem Busfahrer seine Sonnenbrille, da die des Fahrers kaputt ist, putzt die Fensterscheiben und versorgt uns Gringos mit nĂŒtzlichen Tipps fĂŒr die Umgebung und unsere Reisen in SĂŒdamerika. Er selbst reist jedes Jahr fĂŒr ca. vier Monate nach Argentinien und ist dann immer in El BolsĂłn zu Hause. Des Weiteren reisen zwei australische Ladies, Joann und Sophie aus Darwin, mit uns und zwei PĂ€rchen aus Grossbritannien. Die Fahrt dauert wieder 10 Stunden und ist ganz okay. Gegen Ende zieht es sich dann etwas. In Bariloche schnappen wir uns ein Taxi und sind nach 23 Uhr im Hostel. Marco hat Hunger und zu unserem GlĂŒck sind wir in SĂŒdamerika und es wird bis spĂ€t in die Nacht gegessen. Das Restaurant Manush ist nur zwei Blocks von unserem Hostel entfernt und wir bekommen beide noch etwas Warmes in den Magen (Marco einen Manush Super Burger und ich eine KĂŒrbissuppe).

Nach einer guten Nacht erkunden wir am nĂ€chsten Tag das StĂ€dtchen und am Sonntag feuern wir die lokalen LĂ€ufer beim Ironman 70.3 (halbe Ironman-Distanz) an. Da keine Buse fahren können wir sonst eh nichts unternehmen. Wir organisieren uns ein Mietauto mit welchem wir die nĂ€chsten zwei Tage AusflĂŒge zu den 7 Seen und zum Circuito Chico machen. Das Wetter ist leider nicht so gut und es ist ziemlich kalt und windig. Daher beschliessen wir auch, dass wir die grosse Wanderung zum Refugio Otto Meiling nicht machen. Unser Aufenthalt in Bariloche verlĂ€uft also ziemlich ruhig und mit reduzierter AktivitĂ€t. Am Donnerstag nehmen wir um 13 Uhr den Bus und fahren 17,5 Stunden (geplante Reisezeit) nach Medoza. Da soll es gemĂ€ss Wetterbericht dann an die 30 Grad warm sein.