Was wir bisher gelernt haben.

Nach 26 Nächten und 25 Tagen in Buenos Aires haben wir schon einiges gelernt und obwohl wir vor unserer Reise viele Blogs gelesen haben, ist einiges dabei das uns überrascht hat und wir froh gewesen wären, wenn wir es vorher gewusst hätten.

  1. Die Banken lassen dich pro Bezug nicht mehr als ARS 2'000.- beziehen und verlangen eine Gebühr von ca. ARS 191.- die jedoch mit der Inflation steigt (letzter Stand waren ARS 198.-). Gleiches gilt offenbar auch für Chile, wie wir gehört haben.
  2. Eine Lösung für diese Herausforderung sind USD die man in Bar mitnimmt und in die Landeswährung wechselt. USD wird sogar in Lokalen und Restaurants, sowie bei touristischen Ausflügen als Zahlungsmittel akzeptiert, weil die Währung weniger schnell an Wert verliert als der ARS. Man darf bis zu USD 10'000.- ins Land einführen ohne sie zu verzollen (Stand Januar 2018).
  3.  Kauf einer Pre-Paid-SIM: Diese heisst in Argentinien «Chip» und kann nur bei einem der grossen Mobilfunkanbieter wie Claro, Moviestar oder Personal gekauft werden. Dafür braucht es einen Originalausweis (Pass) und ARS 10.-. Bei uns fragte der Verkäufer wie lange wir die Karte brauchen werden. Dies hinterlegt er im System, aber solange die Karte in Verwendung ist verfällt die Nummer (genauso wie in der Schweiz) nicht. Danach kann man die SIM aufladen und verwenden.
  4. Ausweiskopie vs. Original: In Argentinien geht nix ohne das Original. Weder das Bezahlen mit der Kreditkarte im Lebensmittelgeschäft, sonstigen Läden oder das Wechseln von Geld. Die Ausweisnummer wird überall festgehalten, sogar auf der Quittung zur Unterschrift der Kreditkarte im Restaurant. Im Lebensmittelgeschäft ging es Anfangs mit der Kopie, danach wurde immer das Original verlangt. Heisst, im Ausgang funktioniert die Kopie vielleicht (da wurden wir aber nie danach gefragt), aber bei offiziellen Geschäften nicht.
  5. Alkoholverkauf: Die vielen Kioske dürfen nur bis 22 Uhr Alkohol verkaufen. Danach gibt es da nix mehr. Zum Glück sind die Bars und Restaurants aber gefühlt ewig offen.
  6. Anstehen: In Argentinien steht man immer schön Reih und Glied hintereinander an. Sowohl bei der Gepäckkontrolle am Flughafen als auch bei der Bushaltestelle. Nebeneinander geht nur, wenn man zusammengehört.
  7. UBER ist in Argentinien und offenbar auch in Chile illegal. Trotzdem gibt es den Dienst in beiden Ländern. Allerdings ist er nur mit ausländischen Kreditkarten nutzbar. Funktioniert gut und ist sehr oft günstiger und zuverlässiger als die öffentlichen Taxis.
  8. Wenn man Spanisch kann ist alles etwas einfacher. Denn wenn man in Argentinien nett fragt geht eigentlich fast alles. Die Leute haben viel Geduld und freuen sich, wenn man ihre Sprache spricht und lernen will.
  9. "On" Turnschuhe kennt man hier nicht und Schweizer wissen sofort, dass du auch einer bist.
  10. Wenn man einer Kellnerin sagt man sei aus der Schweiz und sie einem fragt ob man in dem Fall Schwedisch spricht weiss man, dass sie keine Ahnung hat wo die Schweiz liegt und vermutlich auch noch nie von Roger Federer gehört hat.
  11. Free Walking Tours gehören bei jeder Reise mit dazu. Immer schön schauen ob’s die in dem Ort wo man gerade ist auch gibt.
  12. Die Argentinier scheinen gerne zu putzen und zu waschen. Dies zeigt sich einerseits im Laden mit einer riesigen Auswahl und andererseits mit der Nachbarschaft die bis nach 12 Uhr nachts die Fenster putzt und Wäsche wäscht.
  13. Shampoo & Duschmittel: Wer sich wundert, wieso es Monsterflaschen von Shampoo & Conditioner gibt aber nur winzige (für uns Europäer normal grosse Flaschen) Duschmittel dem sei erklärt, dass die Argentinier (und Chilenen) sich mit dem Shampoo einseifen und daher keine Duschmittel kaufen. Wenn sie nicht das Shampoo benutzen, dann eine klassische Seife die es in den Läden auch in allen Variationen zu kaufen gibt.
  14. Fleisch... 

Wir hoffen unsere Erkenntnisse sind euch eine Hilfe oder haben euch immerhin zum Schmunzeln gebracht. Wer lieber "Bildli" anschaut, der sollte unsere neue Galerie besuchen.

¡Saludos y hasta luego!

Sibylle ZurbriggenComment