Tschüss Züri. Hola Buenos Aires!

Am 16. Januar haben wir uns auf dem Zürcher Flughafen von unseren Familien und Freunden verabschiedet. Der Gang zur Sicherheitskontrolle machten wir mit Tränen in den Augen und etwas schweren Herzen, da wir das erste Mal für so lange Zeit ohne unsere Familien und lieben Freunde sein werden. Auf uns allein gestellt und in Ländern die wir nicht kennen.

Wir kamen problemlos durch die Kontrolle und der Flieger startete pünktlich um 18:35 Uhr. Schon bei der Ankunft in Madrid fühlten wir uns wie in Südamerika. Madrid ist ein Hub für Reisende nach Südamerika und somit waren unter den paar Europäischen Touristen hauptsächlich Südamerikaner die in Ihre Heimat reisten. Wir liessen uns treiben, verzehrten unsere Sandwiches vor dem Weiterflug und deckten uns mit Wasser ein. Dieser startete ebenfalls pünktlich um 23:55 Uhr und wir sassen beide zum ersten Mal in einer Boeing 787-8 Dreamliner. Wir sind von der Modernität dieses Flugzeuges immer noch sehr beeindruckt. Das Flugzeug hat sehr grosse Fenster und eine hohe Decke, wodurch der Innenraum sehr hell und geräumig wirkt. Beim Start fühlte es sich an als würde der Flieger auf Schienen fahren und danach direkt in die Luft segeln. Der Aufstieg ist nicht ruckelig und laut sondern geschmeidig und angenehm. Wie auf Wolken eben. Nach 12 Stunden Flug und somit eine Stunde früher als geplant, landeten wir in Buenos Aires bei etwas bewölktem aber dennoch warmem Wetter mit 24° ein schöner Empfang für aus dem Winter kommende Schweizer :).

Mit dem Shuttle Bus (Tienda Leon) fuhren wir ins Zentrum und wurden von dort mit einem Auto zu unserer Wohnung im Stadtviertel Palermo gefahren. Wir quartierten uns ein und machten uns auf eine erste Entdeckungstour im Viertel. Später trafen wir Diana (unsere Spanisch Lehrerin) und ihren Mann Felix. Die beiden machten mit uns eine Tour durch Palermo und Palermo Soho und versorgten uns mit Tipps. Leider reisten die beiden heute bereits zurück in die Schweiz und wir konnten nur ein paar Stunden gemeinsam in dieser tollen Stadt verbringen. Vielen Dank, dass ihr euch Zeit für uns genommen und eure Tipps an uns weitergegeben habt!

Wir machten uns auf zum Restaurant Don Julio, welches uns von Diana und Felix empfohlen wurde. Wir liessen uns auf die Warteliste setzen und bekamen als erstes ein kaltes Glas Schaumwein in die Hand gedrückt und wurden danach mit Häppchen versorgt, so dass wir eigentlich auch einfach draussen hätten stehen bleiben können und uns mit Sprudel und Häppchen bestens versorgt fühlten. Dennoch folgten wir dann der Bedienung ins Restaurant als unser Tisch bereit war und genossen ein ruhiges Nachtessen bei einem (oder zwei) Gläser Malbec und einem Bife Chorizo. Der Kellner zeigte viel Geduld mit uns, denn auch trotz seinem Angebot mit uns Englisch zu sprechen hielten wir hartnäckig am Spanisch fest. Wir sind ja hier um etwas zu lernen ;). Nach einem gemütlichen Spaziergang zu unserer Wohnung vielen wir gegen Mitternacht todmüde ins Bett und schliefen trotz Wärme gut.

Gracias Buenos Aires por la càlida bienvenida.

Essens-Tipp: Die Portionen sind sehr gross. Man kann gut "nur" ein Stück Fleisch plus Beilage bestellen und teilen, auch wenn der Kellner sicher das Gegenteil behauptet :D. 

 

Sibylle ZurbriggenComment